Microabenteuer 1

Nach einem langen Arbeitstag freute ich mich schon seit Stunden drauf, endlich nach Hause zu kommen, mich aufs Fahrrad zu schwingen und einfach mal loszufahren. Hauptsache ab ins Grüne. Es gab kein Ziel, nur eine ungefähre Richtung. Es dauerte nicht lange und ich fuhr auf Straßen, die ich noch nicht kannte. Rechts und links wurde es grüner und grüner. Ich fuhr einfach nur nach Lust und Laune , bog ab und an mal ab – immer in die Richtung, die mir noch grüner erschien. So sah ich Vorgärten und Gärten vieler Menschen und schaute auch durch das ein oder andere Fenster, wenn ich an den Häusern vorbei fuhr. Das mag ich. Es sind kleine persönliche Momente. Das berührt mich. Weil es so viele Geschichten erzählt. Und dann begegnete mir das Highlight – plötzlich standen da drei wunderschöne Gänse! In einer Abzäunung watschelten sie vor sich hin und schauten über die Felder. Mein Herz hüpfte vor Freude!

Also hielt ich an, stellte das Fahrrad ab und ging näher an das Gehege. Das Geschnatter könnt Ihr Euch vorstellen! Echte Wachhundgänse! Nach ein paar leisen Worten von mir wurden sie ruhiger und so hockt ich mich meine Weile in die Nähe des Zauns. Sie zu betrachten, war ein einfach wunderbar.

Nach einer Weile verabschiedete ich mich bei ihnen und machte mich auf den weiteren Weg.
Ich fuhr entlang der vertrockneten Stoppelfelder, vorbei an Maisfeldern und begegnete noch der ein oder anderen Sonnenblume 🙂

Mittlerweiler war die Sonne fast untergegangen. Es wurde kühl. Entlang einer schönen Allee schlug ich den Weg Richtung Heimat ein. Insgesamt war ich ca. 1.5 Stunden unterweg und als ich zuhause ankam fühlte ich mich ein bißchen k.o. und dabei sehr zufrieden.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich all das einfach machen kann. Dass ich all die schönen Moment erleben und genießen kann. Ein großes Geschenk.

Auf gehts :)

Eigentlich war der Blog hier für meine persönlichen Gedanken über das Leben gedacht.

Dann entdeckte ich den Begriff „Microabenteuer“.

Bedeutet: Schuhe an, Wasserflasche & Miniproviant eingepackt und ab gehts. Nach draußen. Einfach los. Zu Fuß oder mit dem Rad. Durch Straßen, die man noch nicht ging. Durch Gassen, die man noch nicht kannte. Oder – ab in die Waldwege. Das mag ich persönlich besonders.

Am besten einer, der in der Nähe beginnt. Und dort einfach mal laufen, betrachten, atmen. Wenns erlaubt und gewollt ist – einfach mal eine Nacht dort verbringen. Im Schlafsack. Ohne Zelt.
Vielleicht in einer Hängematte? 🙂

Natürlich unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Regeln. Eine der Regeln lautet – EINE Übernachtung im Wald ist erlaubt (bei Privatbesitz vorher fragen).

Seit ich davon las, mach ich mich öfter einfach mal auf den Weg.
Und davon will ich Euch erzählen.

Vielleicht wollt Ihr es ja auch mal probieren?