Piep

Ich muss Euch mal eben scheiben, damit Ihr wisst, dass es mich gibt 🙂

Was ist in der Zwischenzeit passiert. Ich hab mich von A getrennt. Wir sind jetzt, nach ein paar Wochen, in Kontakt. Weil wir uns gut verstehen. Ich habe gesagt, es geht nicht darum, dass wir da was straight durchziehen. Es geht darum, zu schauen, was geht. Und was nicht. FĂĽr jeden von uns. In echt.

So wie es war, ging es nicht. Deshalb kamen wir dahin, wo wir waren. Also macht es keinen Sinn, den Weg nochmal oder weiter zu gehen. Es muss ein neuer Weg her. Wir treffen uns. Aber nur, wenn wir das wirklich wollen. Beide. Und wenn es was gibt, was wir zusammen machen möchten. Also Quality Time. Das Wort fand ich früher blöd. Find ich immer noch. Aber grad ist es so am schnellsten zu beschreiben.

Es war halt so, dass wir so eine Zeit kaum noch hatten. Da war wenig Wertschätzung für die gemeinsame Zeit. Zumindest aus meiner Sicht. Und DAS will ich nicht mehr. Mach ich nicht mehr. Gilt übrigens nicht nur für A. Das gilt für alle Leute.

Und wir fahren demnächst mal in Urlaub. Genau genommen fahre ich in Urlaub. So, wie ich das schon lange mal machen wollte. Und A konnte überlegen, ob er mit macht. Ohne Diskussionen. Ohne Spaßbremse. Ja. Oder Nein. Ende. Und er hat ja gesagt. Für die Zeit da haben wir einen guten Kompromiss für Beide gefunden. Konstruktiv.

Die Kunst wird sein, da nicht wieder in die alten Rollen zu fallen. Das sage ich ihm öfter. Denn wenn es nach ihm ginge, wäre das schön längst wieder der Fall. Dass alles so weiter läuft wie vorher. Ich muss aufpassen. Und das tue ich. In den Momenten sag ich ihm das auch. Ich versuche wirklich, authentisch zu sein. FĂĽhlen – Sagen. Punkt.

NatĂĽrlich in einem angemessenen Ton. Nicht respektlos oder so.

Ich bin ja auch froh, dass er mitfährt. Alleine Urlaub machen ist nicht schön. Da kann man keine Freude teilen. Das ist mir aber wichtig.

So.

Das wars jetzt erstmal.

Gute Nacht in die Welt.
Möge ein winziges Licht des Friedens in alle Teile der Welt hinaus leuchten

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Wie macht Ihr das?

Hab ich schon mal erwähnt, wie schwer es mir fällt, wirklich authentisch zu schreiben, was so ist und wie’s mir geht?

Wie macht Ihr das? Einfach reinhauen in die Tasten? Ich kann nicht genau sagen, wovor ich da Angst hab. Davor, gesehen zu werden? Man schreibt doch, d a m i t die Gedanken, GefĂĽhle, das was ist mal gesehen wird. Damit mal Luft an das Ganze kommt. Die Seele durchatmen kann. Und dann freut man sich, wenn andere Menschen aus dem Off antworten. Dass sie verstehen. Manches ihnen bekannt vorkommt. Und dann hat man das GefĂĽhl, man ist nicht mehr allein am Sternenhimmel. Plötzlich flackert da noch ein Licht. Und noch eins. Und noch eins. Und auf einmal sind da viele. Und man dachte die ganze Zeit, man ist allein. Im Dunkeln. Und findet sich wieder – im Sternenzelt!

Ja vielleicht sogar in einer ganzen Galaxie.!

Man fĂĽhlt sich verbunden, wie eine Familie mit all den kleinen und groĂźen Sternen am gleichen Himmel und endlich, endlich leuchten alle und alle wissen mit einem mal – hier ist niemand mehr allein 🙂

Wie Sand

Ich verstehe sie nicht

Diese Welt

So wunderschön aus Grün und Weite

Und Leben und Tier

Und Mensch

Warum gibt es das

Kommen und gehen

Und finden und verlassen

Und Freude und Schmerz

Und nichts festhalten können

Alles zerrinnt wie Sand

Lang her

Nun ist es schon eine Weile her, dass ich Euch schrieb. Zwischenzeitlich wurde ich krank. Und wenn ich krank werde, verliere ich jeden Mut. Ich habe Angst, krank zu bleiben und nichts tun zu können. Angst vor Konsequenzen im Arbeitsumfeld. Angst vor gesundheitlichen Folgen. Das macht Druck und ich tue alles mögliche, um gesund zu werden. Der Stress machts dann meist nicht besser und ich verzage. Und hadere mit dem Leben. Genau genommen damit, dass ich krank werde und alle anderen Menschen gesund und munter durchs Leben gehen. Und keine Angst haben, krank zu sein. Ich schäme mich, wenn ich krank bin. Ich habe SchuldgefĂĽhle. FĂĽhle mich schwach und versagt. Das ist schmerzhaft. Inzwischen war ich wieder gesund und nun bin ich wieder krank. Es ist der Stress. Wenn ich starken seelischen Stress habe – und den habe ich oft, dann werd ich eher mal krank. In letzter Zeit hatte ich seelischen Stress im Job. Und besonders privat. Mit A. Trennung steht immer wieder im Raum. Ich spreche es aus und denke es noch öfter. Aber ich schaffe es nicht. Aus Angst. Aus Zweifel. Ich weiĂź, dass niemand von uns beides was böse meint. Wir sind uns gut gesonnen. Es ist nur so – meine BedĂĽrfnisse liegen brach. Schon so lange. Und ich habe Angst, dass ich nie wieder einen Menschen finde. Der eine solche Vertrauensposition einnehmen kann. Weil ich mich gar nicht mehr auf jemand einlassen könnte. Dann habe ich Angst, allein zu sein und allein zu bleiben. Ich bin eh die meiste Zeit allein. Seit Jahren. Doch da war halt A immer im Hintergrund. Wenn ich krank war. Auf Familienfeiern. Im Alltag als Ansprechpartner. All das fiele weg. Das macht Angst. Ihm vermutlich auch. Sonst wär er vielleicht auch schon gegangen. Wir sprechen manchmal darĂĽber. Ich mehr als er. Er weint, wenn ich die Dinge ausspreche. Es tut mir weh. Ich möchte ihm nicht weh tun. Und möchte ihn nicht kritisieren. Aber so gehts halt auch nicht. Der Zwischenzustand und all die Diskussionen, jedesmal die Angst, der Stress machen mich krank. Aber macht es mich kranker, wenn ich gehe? Und wer ist dann da, wenn was ist? Habe Angst davor. Hab Angst. Vor allem.